Der Kupferpreis wird wieder relevant für den Wechselkurs in Chile

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Die Korrelation und das Verhalten zwischen dem Preis verschiedener Vermögenswerte und wirtschaftlichen Variablen sind ein Thema von großem Interesse. Eine der am besten untersuchten Verbindungen auf den Finanzmärkten in Chile ist die Korrelation zwischen dem lokalen Wechselkurs und dem Kupferpreis. Dieser Zusammenhang ist nicht nur für Investoren, sondern auch für die chilenische Wirtschaft äußerst relevant.

Kupfer ist ein Edelmetall mit vielfältigen industriellen Anwendungen, die vom Bauwesen über die Elektronik bis hin zur aufkommenden und wachsenden kupferintensiven Herstellung von Elektroautos reichen. In diesem Sinne ist Chile der weltweit größte Kupferproduzent mit einem wichtigen Anteil am Weltmarkt für dieses Metall. Nach Angaben von Cochilco Die chilenische Kupferproduktion machte im Jahr 2023 25,9 % der Weltproduktion aus, wobei die Produktion 5,25 Millionen Tonnen erreichte.

Die Beziehung zwischen dem Kupferpreis und dem USD/CLP ist komplex und wird von mehreren Faktoren beeinflusst, der wichtigste hängt jedoch davon ab Bedeutung und das Gewicht, das dieses Metall in den Staatskassen hat, und den Dollarfluss auf nationaler Ebene.

Da die Tauschwährung für Kupfer der Dollar ist, gilt: Je höher der Kupferpreis, desto mehr Dollar gelangen in das Land. Erhöhung des Angebots oder der Menge dieser Währung in der lokalen Wirtschaft, was zu einem Preisverfall führt. Im Gegenteil: Je niedriger der Kupferpreis, desto geringer ist die Menge an Dollar, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ins Land gelangt. Dadurch wird der Zugang von Dollars zu den Staatskassen erschwert, was zu einem Anstieg des Wechselkurses führt.

Wenn sich der Kupferpreis auf diese Weise in eine Richtung bewegt, bewegt sich der Preis des USD/CLP in die entgegengesetzte Richtung, was als inverse Korrelation bezeichnet wird.

Dieser historisch konstante Zusammenhang hat in den letzten Monaten nachgelassen, und obwohl der Kupferpreis seit Monaten steigt, hatte dies keine nennenswerten Auswirkungen auf den lokalen Wechselkurs. Das, da die Wechselkursbewegungen eher auf die Markterwartungen hinsichtlich der Zinsbewegungen der US-Notenbank reagierten.

Anhaltende Inflation und Kupfer-Rallye: Wohin entwickelt sich der Dollar?

Die anhaltende weltweite Inflation führte zu Markterwartungen, dass die US-Notenbank das Tempo der Zinssenkungen reduzieren wird. Dies bedeutet, dass in den Vereinigten Staaten die ausstellende Stelle die in diesem Geldzyklus noch nicht mit Zinssenkungen begonnen hat, Es könnte sein, dass es in diesem Jahr bisher nicht einmal Senkungen seines Referenzzinssatzes vornimmt.

Allerdings hat die historische Korrelation zwischen dem Kupferpreis und dem lokalen Dollarpreis wieder an Bedeutung gewonnen, und zusammen mit einer deutlichen Erholung des Kupfers hat der lokale Wechselkurs eine deutliche Aufwertung erfahren. In den ersten 21 Tagen im Mai Der Kupferpreis stieg um 12,4 %, was zu einem Rückgang des Wechselkurses um -7,6 % führte, der von einem Handelsniveau von 960 US-Dollar Ende April auf ein Niveau von 888 US-Dollar stieg.

Vor diesem Hintergrund ist der Markt geteilt: Wohin steuert der Dollar?Werden wir dank der Kupferrally weiterhin einen fallenden Wechselkurs erleben? Die Korrelation zwischen beiden Variablen hat sich in der Vergangenheit als stark erwiesen. Der langfristige strukturelle Bedarf an diesem Metall könnte in den kommenden Jahren durch stärkere Elektroentwicklungen, wie etwa die Elektromobilität, deutlich steigen. Gleichzeitig tätigen große Bergbauunternehmen weiterhin keine großen Investitionen, um ihre Produktionskapazität und ihr Angebot zu erhöhen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir in einigen Jahren ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage von Kupfer feststellen werden, was zu stärkeren Preissteigerungen führen wird Metall.

Ach ja,Werden wir angesichts einer anhaltenderen Inflation in den USA einen steigenden Wechselkurs erleben? Die anhaltendere Inflation in den USA, wie sie im Trend liegt, wird dazu führen, dass die Fed ihre Entscheidung zur Zinssenkung weiter aufschiebt, wodurch sich die Zinsdifferenzen zwischen den USA und Chile vergrößern, was zu einem höheren lokalen Wechselkurs führen würde.

Wir werden sehen, was in den kommenden Monaten passiert…

Anmerkung von José Pablo González, Private Debt Portfolio Manager bei Fynsa

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