Ein Orang-Utan heilte seine Wunden mit einer Heilpflanze

Ein Orang-Utan heilte seine Wunden mit einer Heilpflanze
Ein Orang-Utan heilte seine Wunden mit einer Heilpflanze
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Die chemische Analyse von Akar Kuning ergab eine Zusammensetzung, die reich an antibakteriellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften ist, was es zu einem idealen Mittel zur Wundheilung macht.

Die Kognitionsbiologin und Primatologin Isabelle Laumer vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Deutschland hat Rakus‘ Genesung akribisch dokumentiert.

Bereits wenige Tage nachdem er die zerkauten Blätter von Akar Kuning auf seine Wunde aufgetragen hatte, konnte eine deutliche Besserung beobachtet werden und nach einigen Wochen war die Verletzung kaum noch wahrnehmbar.

Akar Kuning oder Fibraea tinctoria wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin in Asien und Afrika verwendet. Seine Wirkstoffe bieten eine starke schmerzstillende Wirkung und wirken entzündungshemmend und Infektionen vorbeugend.

Was die Wissenschaftler jedoch überraschte, war die Wahl von Rakus, da Orang-Utans sie trotz der Verbreitung der Pflanze in ihrem Lebensraum selten verzehren.

Die schnelle Heilung von Rakus’ Wunde ohne Anzeichen einer Infektion wirft die Frage auf, ob seine Entscheidung instinktiv oder erlernt war. Die wissenschaftliche Gemeinschaft weiß noch nicht, ob Rakus sich der spezifischen Eigenschaften der Pflanze bewusst war, aber sein Verhalten deutet auf eine mögliche tierische Intuition gegenüber der Naturheilkunde hin.

Wenn diese Art der Selbstmedikation häufiger bei Orang-Utans oder anderen Menschenaffen beobachtet wird, könnte dies darauf hindeuten, dass menschliche medizinische Praktiken auf Verhaltensweisen unserer Vorfahren beruhen, die wir mit unseren Primatenverwandten teilen.

SELBST VERORDNETE TIERMEDIZIN

Diese Entdeckung ist nicht nur aufgrund ihrer Seltenheit faszinierend, sondern stellt auch die Unterscheidung zwischen instinktivem und erlerntem Wissen in Frage. Es zeigt, wie Tiere wie Menschen die Vorteile bestimmter Pflanzen erkennen und nutzen können, ohne deren Wirkmechanismus vollständig zu verstehen.

Rakus‘ Erfahrung eröffnet ein neues Kapitel in der Ethologie und legt nahe, dass die Grenze zwischen Intuition und erworbenem Wissen viel verschwommener ist als bisher angenommen.

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