Nach Angaben der Behörden ist die Wasserversorgung in Kuba aufgrund von Stromausfällen in einer Krise

Nach Angaben der Behörden ist die Wasserversorgung in Kuba aufgrund von Stromausfällen in einer Krise
Nach Angaben der Behörden ist die Wasserversorgung in Kuba aufgrund von Stromausfällen in einer Krise
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Foto: Cuba Noticias 360 – Archiv

Text: Hugo León

Eine der am wenigsten erwähnten Folgen der Stromausfälle in Kuba ist jedoch eine der heikelsten: die Auswirkungen auf die Wasserversorgung der Insel. Nach Angaben der Behörden des Landes herrscht diesbezüglich derzeit eine sehr komplexe Situation.

Laut Antonio Rodríguez Rodríguez, Präsident des National Institute of Hydraulic Resources (INRH), ist der Hydrauliksektor der zweitgrößte Sektor, der die meiste elektrische Energie verbraucht, gefolgt von der Nachfrage der Bevölkerung. Aus diesem Grund sei die Trinkwasserverteilung durch die aktuelle Energiekrise stark beeinträchtigt, betonte er.

Im Mai gab es Tage, an denen 70 Prozent der kubanischen Bevölkerung aufgrund des Mangels an elektrischer Energie von der Wasserversorgung betroffen waren, wie Rodríguez erklärte.

Der Manager erklärte, dass rund 700.000 Menschen im Land aufgrund ständiger Stromausfälle an den Pumpstationen nicht täglich Wasser erhalten. Zu dieser Zahl müssen noch diejenigen hinzugerechnet werden, die aufgrund von Strommangel in ihren Häusern keinen Zugang zu Wasser haben, und Hunderttausende, die auf Leitungen ohne Brennstoff angewiesen sind.

Mittlerweile haben es die Stromaggregate in den Versorgungswerken geschafft, bis zu 36 Prozent der Anlagen abzudecken, und es sind bis zu 57 Prozent erreicht. Der Anspruch ist höher: 65 Prozent der Versorgungswerke abzudecken.

Laut dem Präsidenten des INRH verschärft sich das Problem, weil die Unternehmen, die für die Reparatur und Wartung der Stromaggregate zuständig sind, nicht über alle notwendigen Teile verfügen und ihnen auch der für den Betrieb notwendige Treibstoff fehlt.

Geplant sei außerdem die Installation von 722 Geräten mit Solarenergieversorgung, so der Manager, Details zur Investition gebe es jedoch nicht. Es ist bekannt, dass im Land etwa 866 Geräte dieser Art in Betrieb sein sollen.

Was sagt die kubanische Präsidentschaft zur Wasserversorgung?

Anfang Mai erkannte Präsident Díaz-Canel, dass die Wasserversorgung ein äußerst komplexes Thema ist und dass es trotz erheblicher Anstrengungen weiterhin zu Überalterungen und Brüchen kommt, was zu Unmut in der Bevölkerung führt.

Der Präsident erkannte an, dass die Meinung der Bevölkerung trotz des laufenden Investitionsprozesses eher negativ sei. Der Präsident sagte auch, dass das Management verbessert werden müsse, mit Sensibilität gearbeitet werden müsse und die Meinungen respektiert werden müssten.

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