Sie prangern das Vorhandensein „ewiger Chemikalien“ in den Gewässern des Oja-Flusses an

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Montag, 27. Mai 2024, 20:04 Uhr

Die NGO Pesticide Action Network Europe hat ein Verbot von Pestiziden mit Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) gefordert, nachdem sie in 23 europäischen Flüssen und sechs in zehn unterteilten Grundwasserkörpern Spuren dieser Substanzen gefunden hatte Länder wie die französische Seine, die deutsche Elbe und die Riojan Oja.

«(PFAS) kombinieren beispiellose Persistenz mit unerwarteter Toxizität. Ihr umfangreicher und unregulierter Einsatz in Industrie- und Konsumgütern seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass sie immer mehr Lebewesen und die Umwelt durchdringen (…) Gleichzeitig erkennen wir zunehmend die erheblichen Gefahren und Risiken, die sie darstellen für die Gesundheit“, sagt die Organisation.

Darüber hinaus fordert die NGO die Einführung neuer Gefahrenklassen Persistent, Mobile und Toxisch sowie Sehr Persistent und Sehr Mobile gemäß der EU-Pestizidverordnung und die Einschränkung von PFAS-Gefahren gemäß der Reach-Chemikalienverordnung. Gleichzeitig soll die Säurechemikalie Trifluoressigsäure (TFA) als „prioritärer Stoff“ im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie eingestuft und zu ihrer Überwachung und Einhaltung ihrer Grenzwerte verpflichtet werden.

Zur Durchführung der Studie sammelten die teilnehmenden Organisationen eine oder mehrere Wasserproben aus ihrem Land und schickten sie an das Wassertechnologiezentrum in Karlsruhe, Deutschland. Insgesamt enthielten die Wasserproben aus jedem untersuchten Wasserkörper PFAS und mehr als 98 % der PFAS waren TFA. Von den anderen 23 untersuchten PFAS überschreitet keines die in der EU-Trinkwasserrichtlinie vorgeschlagenen Grenzwerte.

Dagegen wiesen 79 % der Proben TFA-Werte auf, die den Grenzwert von 500 ng/l (Nanogramm pro Liter) für Gesamt-PFAS überstiegen. Auf Flussebene war die Probe aus der Elbe (Deutschland) mit mehr als 3.000 ng/l diejenige mit den höchsten TFA-Werten, gefolgt von der Seine (Frankreich) mit mehr als 2.500 ng/l und der Probe aus dem Fluss Oja lag auf Platz 13 mit 500 ng/l. Was das Grundwasser betrifft, wies die spanische Brunnenwasserprobe mehr als 1.000 ng/l auf.

Der Untersuchung zufolge stellen die in Oberflächengewässern und im Grundwasser gefundenen TFA-Werte „die größte bekannte Menge an Wasserverschmutzung in einem gesamten Gebiet durch eine vom Menschen verursachte chemische Substanz“ dar.

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