Croke Park „passt“ aus dem Europa-League-Finale

Croke Park „passt“ aus dem Europa-League-Finale
Croke Park „passt“ aus dem Europa-League-Finale
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Während sich Dublin heute für das Europa-League-Finale vorbereitet, erinnert sich die Stadt stolz daran, dass ihr großartiger Sportort nicht der ist, in dem Leverkusen und Atalanta um den Titel kämpfen werden, das moderne Aviva-Stadion, sondern der historische und beliebte Croke Park.

Im Norden der Stadt, immer abseits des Medienlärms, Dieser symbolträchtige Veranstaltungsort mit 82.000 Zuschauern ist das Hauptquartier des gälischen Fußballs, der wahren Leidenschaft der Iren und einer Sportart, die in ihrer Attraktivität mit Rugby und Fußball mithalten kann. „Willkommen im Croke Park“, liest ein Schild im historischen Veranstaltungsort. Es ziert eine Statue von Michael Cusack, dem Gründer des gälischen Sportverbandes im Jahr 1884.

Es gibt ein Museum und es herrscht eine Atmosphäre der Tradition, die man auf der anderen Seite der Stadt, im eher fußballorientierten und avantgardistischen Aviva, nicht finden kann. In einer seiner Ecken steht der irische Handballverband. In einem anderen sind noch Plakate der letzten Konzerte zu sehen, die im Stadion stattfanden. Tina Turner, Elton John, U2, Bon Jovi, Robbie Williams, Celine Dion, Take That, Beyoncé, Coldplay, Taylor Swift und zuletzt auch Bruce Springsteen sind in ihrer Geschichte alle dort aufgetreten.

Drei Jahre lang, von 2007 bis 2010, wurde der Croke Park von Rugby und Fußball dominiert, während Dublins neues Fußballstadion gebaut wurde. „Es war, als hätten sie unsere Identität usurpiert“, sagen Traditionsliebhaber. Der gälische Verband weigerte sich jahrzehntelang, Fußball- und Rugbyspiele im Croke Park abzuhalten, da es sich dabei um Sportarten britischen Ursprungs handelte. Als das alte Gelände an der Lansdowne Road abgerissen und zum Aviva-Stadion umgebaut wurde, erlaubte die Institution die Nutzung des Stadions, allerdings nicht ohne große interne Debatte.

An diesem Veranstaltungsort kam es 1920 bei einem gälischen Fußballspiel zu einem Massaker namens Bloody Sunday, das durch einen Angriff der britischen Armee verursacht wurde, bei dem das Publikum und die Spieler, die das Stadion besetzten, mit Maschinengewehren erschossen wurden. In verschiedenen Teilen des Ortes wird der Opfer dieses schrecklichen Ereignisses gedacht, was die Ausübung traditioneller irischer Sportarten noch weiter distanzierte. mit solchen, die vermutlich aus Großbritannien stammen, wie Fußball und Rugby.

Da Croke Park drei Jahre lang Rugby- und Fußballspiele ausrichtete, trennten sich 2010 erneut ihre Wege und die Fußballmannschaft, und europäische Endspiele wie das heutige werden im Aviva ausgetragen. Sowohl Croke Park als auch Aviva wurden als Austragungsorte für die Euro 2028 vorgeschlagen, es wurde jedoch nur der Fußball-Austragungsort ausgewählt. Nichts, was die Anhänger des gälischen Sports und die konservativsten und traditionellsten Iren stört. Sie haben ihr Stück Geschichte auf Jones’s Road und müssen es mit niemandem teilen. Heute auch nicht.

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