Atlas der fernen Klänge, Rezension des Buches von Víctor Terrazas (2024)

Atlas der fernen Klänge, Rezension des Buches von Víctor Terrazas (2024)
Atlas der fernen Klänge, Rezension des Buches von Víctor Terrazas (2024)
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Reisen Sie von den Seiten eines Buches. Die Idee ist zwar immer attraktiv, bringt aber a priori natürlich nichts Neues mit sich. Wenn die betreffende Reise jedoch auf der Suche nach versteckten Geräuschen geplant wird, die in verschiedenen, isolierten und entfernten Ecken der Welt verstreut sind, ändern sich die Dinge. Und eine Menge. Es verändert sich tatsächlich so sehr, dass der vorliegende Atlas – anders kann und darf der betreffende Band ja auch nicht definiert werden – unbezahlbar ist, da er einen außergewöhnlichen intrinsischen (und zugleich emotionalen) Wert ausstrahlt.

„Atlas der fernen Klänge“ Es sieht äußerst nach einem Produkt aus, das von seinem Autor ebenso originell wie detailliert und fundiert ist. Victor Terrazas, der beweist, dass er sich gründlich dokumentiert hat, mit der Absicht, das alles andere als einfache Abenteuer, auf das er sich einzulassen beschloss, zu Ende zu bringen. Dasselbe, das er jetzt mit jedem Leser teilt, der die richtige Entscheidung trifft, sich zwischen den Seiten und Zielen (insgesamt 26) zu verlieren, die diesen wunderbar gebundenen Band enthalten und von Ediciones Menguantes präsentiert werden.

Vom Eisberg zur Vulkaninsel. Von der mongolischen Steppe nach Patagonien. Von Papua-Neuguinea bis zur Sahara. Von Tibet in den Weltraum. Eine These mit einem gewissen wissenschaftlichen und vor allem menschlichen Profil, die die Kraft von Klängen und Musik als Ausdrucks-, Übertragungs- und gesellschaftlichen Zusammenfluss befürwortet. Zu den tadellosen Texten von Terrazas gesellen sich die ebenso unbezahlbaren Karten und Illustrationen von González Macías zu einer künstlerischen Synergie, die an Attraktivität und Substanz unübertroffen ist.

Ein Buch voller Exotik, unvorstellbarer Zusammenhänge und Kuriositäten, die den Leser entwaffnen können, der nicht nur durch den Weltraum reist, sondern auch durch die Zeit reist, bis er den Moment erkennt, in dem eine Klangmanifestation ein erwähnenswertes Ereignis oder eine erwähnenswerte Tradition auslöste. „Atlas der fernen Klänge“ Es ist vor allem ein kostbares Exemplar, eines von denen, die man nicht jedes Mal schätzen kann, wenn man es mit den Händen berührt. Das Ergebnis dieses wunderbaren Wahnsinns, in den er verwickelt war Victor Terrazasund aus der er nicht nur unversehrt, sondern auch siegreich hervorgegangen ist.

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